Sonntag, 8. März 2009

22.02. Sonntag in Cairns

Da mein Tauchtrip erst am nächsten Tag begann, habe ich mich heute aufgemacht, Cairns zu erkunden. Mir fiel auf, dass Cairns sehr klein und dass man keine Verkehrsmittel benötigt, um die Stadt zu durchqueren. Nach einem Abstecher zur Touristeninformation, bin ich an der Esplanade hoch gelaufen. Es war kein Sandstrand wie man ihn hier vielleicht vermutet hätte. Durch die Feuchtigkeit ist das Strandleben hier nicht so ausgeprägt. Ich lief Richtung Flughafen und dann Richtung Westen in die Collin St. An einer Brücke sah ich ein Schild, welches vor Krokodilen warnte. Das Wasser war sehr trüb. Ich beschloß nicht hineinzufallen. An der Collin St. weiter oben gab es einen botanischen Garten. Er war kostenfrei. Ich ging hinein, nur um mal zu schauen, ob es dort etwas Interessantes gibt. Ich sah Gruppen mit Guide. Im Garten gab es ein Café wo ich mir etwas zu trinken holen konnte. Ich war sehr durstig, obwohl ich nur eine Stunde gelaufen war. Ich holte mir ein ganzes Glas mit Eis dazu. Nach der Abkühlung fiel mir der Red Arrow Walk auf. Es ist ein Weg durch ein Waldstück hoch auf einen Hügel und wieder zurück. Ich stellte fest, dass er am Wochenende für Excercises verwendet wird. Ich dachte nur, die Leute sind ja bekloppt. Bei 30° und 80% Luftfeuchtigkeit hechten die den Hügel rauf und runter. Ich ging extra langsam und entspannt. Oben hatte ich Glück. Die Wolken hatten sich gerade verzogen und man hatte einen prima Blick über die Küste und die Stadt. Ich machte viele Fotos.Abends ging ich spontan mit einem Typen aus meinem Dorm auf die Piste. Irgendwann landeten wir in der Woolshed Bar. Das war richtig fett. Die Musik war cool und die Leute waren gut drauf. Irgendwann tanzten alle auf den Tischen. Ich kam mit zwei Mädels ins Gespräch und wir tanzten ein bisschen. Wie ich später erfuhr ist die Bar für Party die erste Adresse in Cairns.

21.02. Reise nach Cairns

Heute flog ich nach Cairns an die Nordostküste Australiens. Ganz getreu dem Motto: "Martin is on the Road again". Slavka und Po brachten mich zum Flughafen. Dieses Mal ist Slavka gefahren und das war etwas ganz besonderes, denn sie hatte gerade erst ihre Theorieprüfung in der Tasche. In Australien ist es ja mit Begleitung möglich, auch ohne Führerschein zu fahren. Ich dachte nur: Alles klar. Wir hatten zum Glück etwas Zeit. Po erklärte ihr alles und er machte es wirklich gut. Slavka beriff recht schnell und mit dem Spurhalten klappte es auch so einigermaßen. Zum Glück hatte der Wagen Automatik. Ich beschloß mich nicht einzumischen. Auf dem Highway dachte ich dann nur, ob dass man gut geht. Als wir sicher ankamen, war ich sichtlich erleichtert und lobte beide erstmal für die tolle Leistung. Ich verabschiedete mich. Ich wäre gerne noch länger in Melbourne geblieben. Eines Tages werde ich wiederkommen.
Der Flug nach Cairns verlief problemlos. Ich genoß die Aussicht. Als ich ankam stellte ich fest, dass die Luftfeuchtigkeit hier sehr hoch war. Cairns liegt schon in den Subtropen. Es war sehr warm aber die Hitze fühlte sich ganz anders an als im Süden Australiens. Ich ließ ich mich zum YHA fahren und checkte ein. Ich belegte absichtlich einen Mixed Dorm in der Hoffnung nette Mädels zu treffen. Dem war dann auch so. Es gab zwei junge englische Mädels. Wir gingen abends zusammen etwas essen. So schnell könnte man in Deutschland niemals Leute kennenlernen. Backpacker zu sein ist schon ziemlich cool. Wieder zurück verbrachte ich den Abend am Pool und las im Lonely Planet. Das unten stehende Foto zeigt die Poolanlage, stammt aber nicht von mir.

20.02. Freitag in Melbourne

Slavka musste heute erst später arbeiten. Wir schliefen alle länger. Nachdem ich wach wurde, suchte ich an dem PC in meinem Zimmer nach einer Möglichkeit die beiden verloren gegangenen Vouchers wiederzubekommen. Den ersten Voucher konnte ich mir neu zusenden lassen. Beim zweiten ging es nicht so leicht. Ich rief die Servicenummern von travel.com.au und vom Domestic Airport in Melbourne an. Übers Telefon bekam ich alle Infos. Alles war halb so wild.
Ich war zufrieden. Slavka zeigte mir vor der Arbeit ein Schwimmbad in der Nähe, wo sie ein Abo hatte.Wir gingen in die Sauna, drehten entspannt ein paar Runden und quatschten nebenbei mit verschiedenen Leuten.
In der City angekommen, schrieb ich Jeannine. Sie antwortete, dass sie in der Nähe von Findlers St. wäre und mit Jaqueline und einem Freund am Wasser sitzt. Ich erkannte, dass man auch durch den Bahnhof laufen konnte. Auf der anderen Seite offenbarte sich eine ganz andere Welt. Hier waren keine hecktischen Menschenmassen unterwegs. Es war wesentlich ruhiger. Es gab den Fluss und Leute, die Zeit in Cafés verbrachten. Weiter oben am Fluß gab es Stände von einem Festival. Ich fand die drei ganz am Ende der Stände vor einer Bühne sitzen.Hier errinerte mich vieles an Berlin an einem schönen Sommertag. Aber irgendwie war alles noch ein bisschen cooler. Melbourne ist schon eine tolle Stadt. Später bin ich wieder zu Slavka gegangen. Auf dem Weg dorthin kam ich an einer Band vorbei, mitten auf der Strasse gespielt hat.

Po wollte Slavka und mich mit dem Auto abholen und uns dann nach Brunswick fahren, wo wir den Abend verbringen wollten. Eine Kollegin von Slavka hat uns noch begleitet. Sie war schon 30, aber man sah es ihr nicht an. Japanerinnen sehen generell viel jünger aus. Jeannine und Jaquline hatten die letzten Tage zuviel gefeiert und kamen nicht mit. Zu dritt sind wir dann losgezogen. Erst waren wir in zwei Pubs. Dann waren wir im Nightcat, ein ziemlich angesagten Nachtclub in der Szene. Er wurde schnell voll. Eine Bigband hat live gespielt, was ganz witzig war.

19.02. Donnerstag in Melbourne

Slavka musste heute von 12-16 Uhr arbeiten. Ich fuhr zusammen mit ihr in die City. Sie arbeitet an der Rezeption in einem Gesundheitszentrum am Collins Place. Nachdem sie mir ihre Arbeit gezeigt hatte, beschloss ich ein bisschen durch die Gegend zu laufen und mir alles anzukucken. Ich versuchte die Leute von der Tour anzurufen und erreichte Jeannine. Sie saß zusammen mit Jaqueline in einem Café in St. Kilda. Ich fand es wäre eine gute Idee sie zu besuchen und stoppte meinen Touri-Trip straight away. An der Findler St. suchte ich eine Tram, die nach St. Kilda fuhr.St. Kilda ist ein Stadtteil weiter südlich. Für Backpacker ist es in Melbourne der Place To Be. Im Business District erinnert einen viel zu viel an die Arbeit zuhause. In St. Kilda kommt mehr Urlaubsstimmung auf. Dort gibt es einen riesen Sandstrand, Clubs und viele Touristen, also genau das richtige für die beiden Mädels. Als ich beide getroffen hatte, gingen wir zusammen zum Strand, um uns ein bisschen vom Nixtun zu erholen. Da ich kein Handtuch dabei hatte, durfte ich mit auf ihrem liegen. In Zukunft werde ich meins regelmäßig vergessen.
Später musste ich wieder zurück zu Slavka. Abends war ein Dinner geplant und ich hatte Slavka versprochen, dass ich mitkommen würde. Das Dinner gab ein guter Freund von Po, der Geburtstag hatte. Die Leute waren recht gesetzt aber ganz nett. Alle hatten Job, Familie, viel Geld und waren ganz anders als die Touristen. Zum Schluss gab es einen privaten Abschluss mit Torte und Kids. Zwar hätte ich diesen Abend auch gerne gefeiert, aber den Eindruck einer australischen Familie weiß ich zu schätzen.

18.02. Tour nach Melbourne Tag 3

Heute stand ein Besuch der Otways auf dem Plan. Mit den Otways ist der Great Otway National Park gemeint. Er befindet sich ca. 160 km entfernt von Melbourne im Süden Victorias. Dort gibt es Regenwald und der Park ist riesengroß. Wir haben den Otway Fly besucht. Es ist ein 25m hoch angelegter Rundgang durch durch die Baumkronen des Regenwaldes. Ungefähr nach der Hälfte der Strecke gibt es eine Aussichtsplattform, die noch höher ist. Außer der riesigen Metallkonstruktion gibt es in den Otways viel Grün und große alte Bäume.Später auf dem Weg zur Great Ocean Road sind wir durch ein Gebiet mit vielen Eukaliptusbäumen gekommen. Dort war es sehr "einfach" Koalas zu sehen. Teilweise konnte man sie schon von der Strasse aus auf Ästen hoch in den Bäumen schlafen sehen.
Als wir die Bären ganz VIP mäßig abgelichtet hatten, sind wir dann die Great Ocean Road abgefahren. Es ist eine 250km lange Strasse an der Küste. Sie ist sehr kurvenreich und bietet tolle Blicke auf Sandstrände und den Ozean. Hier hätte man definitiv mehr Zeit verbringen können. Durch die Tour haben wir das aber an einem Nachmittag abgefrühstückt.
Kurz vor Ende der Tour waren wir noch bei Qicksilver und Rip Curl shoppen. Aus dem Bus organisierten einige, die sich noch nicht gekümmert hatten, per Handy eine Unterkunft in Melbourne - Lonely Planet sei dank. So konnte uns der Fahrer gleich an der richtigen Stelle rauslassen. Mir war der Lonely Planet keine Hilfe. Ich wollte zu einer Privatadresse, die nicht mitten in der City zu sein schien. Ich hatte keine Idee wie ich dort hinkomme. Ich wurde Findler St. rausgelassen. Mir viel auf, dass Melbourne größer ist, als ich vermutet hatte. Zu allem Überfluss merkte ich, dass ich drei Vouchers verloren hatte.
Nachdenklich ging ich mit den anderen mit, die auch dort ausgestiegen waren, um in deren Unterkunft nach dem Weg zu fragen. Ich konnte das Internet benutzen und versuchte die Vouchers zu finden. Tja, durch mein tolles E-Mail-Programm daheim waren die Mails nicht mehr online. Super. Naja, ein Voucher war im Spam. Ich beschloss das Problem später zu lösen. Von der netten Dame an der Rezeption bekam ich eine recht gute Beschreibung, wie ich zu Slavka mit Bahn und Bus hinkomme. Es schien leider sehr weit weg zu sein und die Fahrt recht lange zu dauern. Mir war es egal. Ich wollte es heute noch versuchen. Wieder an der Bahnstation Findler St. war mir nicht klar welches Gleis ich nehmen musste, weil nirgendwo mein Zug fuhr. Ich erfuhr, dass sich die Zuglinien auf den Gleisen abwechseln. Es sollte noch 20 min dauern bis mein Zug kam. Ich rief Slavka an. Zum Glück erreichte ich sie gleich. Sie erzählte, dass sie noch arbeitet - auch mitten in der City - nicht weit entfernt. Sie wollte gleich Schluss machen. Na Prima. Ich wollte sie gleich treffen und versuchte mir so viel wie möglich von ihrer Wegbeschreibung zu behalten. Tja, Frauen und Wegbeschreibung mit der Männer was anfangen können - das ist ein ganz eigenes Thema. Wir telefonierten bestimmt 6mal, bis ich sie fand. Wir fahren gemeinsam heim und ich war erleichtert und zufrieden.
Slavka wohnt zusammen mit ihrem Mann Po in einem Haus seiner Eltern. Po ist Grundschullehrer. Ich kannte ihn noch aus früheren Zeiten. In Berlin und London hatten wir uns schon gesehen. Die Eltern waren zu Besuch und ich lernte den Bruder von Po kennen. Ich bekam mein eigenes Zimmer. Slavka und ich hatten uns viel zu erzählen. Sie zeigte mir Hochzeitsfotos und erzählte von den Flitterwochen. Ich erzählte von meiner Reise und was ich schon alles erlebt hatte.

17.02. Tour nach Melbourne Tag 2

Heute war der zweite Tag der Tour und er sollte nicht schlechter weden als der erste. Der Tag begann mit einem Aufstieg und zwar zu The Balconies und Reeds Lookout. Der Ausblick war super. Hier haben wir dann auch ein Gruppenfoto gemacht.Anschließend sind wir runter zur Küste gefahren. Dort haben wir einige Spots besucht. Die 12 Apostel sollten der Höhepunkt des Tages werden. Die gesamte Küste besteht aus weichem Sandstein, der durch Erosion über die Jahre abgetragen und weggespült wird. Zurück bleiben teilweise abgeschlossene Felsformationen vor der Küste, die ehemals ein Teil von der Küste waren. Diese Felsformationen sehen teilweise sehr skuril aus. Die bekanntesten sind die 12 Apostel und die London Bridge. In der Sonne geben sie zusammen mit dem hellblauen Wasser ein tolles Bild ab.Weil an dem Tag so gutes Wetter war, habe ich die Gelegenheit war genommen und bin mit dem Hubschrauber die Küste abgeflogen. Von oben sah alles nochmal doppelt so schick aus.
Nach dem Flug waren wir kurz unten an einem der vielen Strände, die wir auf unserem Weg passiert haben. In unserer Gruppe war ein ziemlich exentrischer Franzose, der krampfhaft nach Wegen gesucht hat, um Aufmerksamkeit bei den Mädels zu erregen. Für ihn ging das selten gut. Dafür hatten wir unseren Spass mit ihm... Den Sonnenuntergang haben wir bei den 12 Aposteln verbracht. Das sehr cool aus. Ein Häuschen dort an der Küste zu besitzen würde mich nicht wirklich stören.
In unserer Unterkunft wurde ein BBQ gestartet. Dieses Mal brauchten wir nicht helfen. Nach dem Dinner waren wir dann in einem Pub. Außer uns war noch ein Haufen alte Säcke dort. Mir kam es vor, als wäre es eine Art Dorfversammlung oder sowas. Uns hatte das nicht gestört. Wir spielten Billard. Ein Spiel konnten Jeannine und ich für uns entscheiden. Das hatte Spaß gemacht. Wieder zurück in der Unterkunft tranken wir weiter Bier und sind wieder sehr spät schlafen gegangen...

16.02. Tour nach Melbourne Tag 1

Ich wurde recht früh von MyPlace abgeholt. Es war gerade einmal 6:30. Der Bus füllte sich langsam. Ich hoffte auf nette Leute. Mein Gefühl war dieses Mal von Anfang an gut. Es gab nicht so viele Pärchen wie beim letzten Mal. Ich habe mich gleich mit einem Deutschen (Christian) und drei Engländerinnen (Gemma, Nathaly und Fiona) gut verstanden. Darüber hinaus gab es noch zwei Schweizerinnen (Jeannine und Jaquline), die ich sehr sympatisch fand. Die anderen waren auch alle super. Es sollte eine gute Zeit werden. Unsere Guides hießen Todd und Will. Todd hat den Überblick gehabt während Will uns fuhr.

Nach dem Papierkram in Adelaide sind wir erstmal 4-5 Std. zu den Grampiens gefahren, genauer gesagt in den Grampiens National Park. Die Grampiens sind ein Gebirge in Victoria zwischen Adelaide und Melbourne. Vom Buschfeuer haben wir hier nichts gesehen. Die Landschaft ist sehr schön. Wir haben einen tollen abwechslungsreichen Aufstieg zu einer Aufsichtsplattform zurückgelegt. Es war sehr warm, aber es gab kaum Fliegen.
Nach dem ersten Spot sind wir anschließend zu den Mackenzie Falls gefahren. Das war auch sehr cool. Abends haben wir dann gekocht. Ich hatte kräftig mitgeholfen. Weil die Blognese Soße für die Spagettis lecker war, konnte ich mich sogar loben lassen. Später haben wir dann noch lustige Fotos mit den Engländerinnen gemacht. Nachdem die dann müde wurden, bin ich noch ziemlich lange mit Jeannine unterwegs gewesen - haben viel quatscht und rumgeblödelt. Das war ein schöner Tag.